Gedanken über das Leben und warum Alles so kommt, wie es kommt…

Wie begreift man das Unbegreifliche?

Indem man es anpackt!

Wie auch sonst!

Das Atelier des Lebens

Wenn das Leben beginnt, dann ist das wie eine neue Leinwand.

Neu und blank, farblos und nur das Rohmaterial!

Und dann kommen nach und nach Farben auf die Leinwand. Viele unterschiedliche und nicht immer zueinander passende Farben. Einige Stellen werden sehr bunt und fast grell, an einigen Stellen finden sich nur schwarz und weiß mit allen Grautönen.

Schicht über Schicht finden die Farben des Lebens ihren Platz. Manche übermalen andere, an manchen Stellen auf der Leinwand schimmert die alte Farbe durch die neue noch durch.

Am Ende des Lebens sehen wir dann die Leinwand an und finden das Porträt eines Lebens mit allen Farben, die sich im Laufe des Lebens angesammelt haben. Wenn es ein langes Leben war, ist die Leinwand wellig und verbraucht, aber im besten Fall bunt mit einigen dunklen Stellen und Flächen. Wenn es ein kurzes Leben war, sind es weniger Farben, aber das Bild ist trotzdem vollständig!

Auf der Leinwand sehen wir Alles, was in dem Leben wichtig war, alle Eindrücke, jede Freude, jeder Kummer, jede Liebe und jede Verletzung.

Wenn Alles gut gegangen ist, ist es eine bunte und wilde Leinwand. Vielleicht mit ein paar Macken, weil das Leben eben so ist!

Wenn Alles gut gegangen ist!

Und dann gibt es da die Leinwände, die sind nicht bunt.

Die sind schwarz und grau, alle bunten Farben sind übermalt. Manchmal, wenn das Licht gut steht oder der Winkel der Betrachtenden günstig ist, dann schimmern einige bunte Ecken noch durch. Vielleicht ein bisschen, wo die dunklen Farben nicht so dick aufgetragen sind, vielleicht an Stellen, wo die dunkle Farbe nicht so gedeckt hat.

Aber wer sie finden will, muss gut hinsehen!

Muss lange suchen!

Und die Leinwand ist trostlos und der Anblick macht traurig!

Das ist auch ein Porträt. Auch auf diesem Bild sind alle Erlebnisse und Eindrücke des Lebens abgebildet. Auch auf dieser Leinwand ist ein gelebtes Leben zu sehen. Es gibt sogar Leinwände, die sind immer schon grau und schwarz, andere waren mal sehr bunt und dann sind nur noch Schichten aufgemalt worden, die dunkel und grau sind. Vielleicht ein bisschen hellgrau, vielleicht mehr dunkelgrau. Aber die Farben sind mit der Zeit übermalt.

Oder waren nie da!

Dann wiederum gibt es Leinwände, da wechseln sich helle und dunkle Farben ab. Auf ihnen gibt es alle Schattierungen von Farbe. Sie wirken bunt und lebhaft, aber bei genauer Betrachtung fällt auf, dass an vielen Stellen übermalt wurde. Bunte Farben wurden auf Schwarz und Grau aufgetragen. Dann wieder umgekehrt. Und das auf der ganzen Leinwand. Manchmal ist ein großer Teil der Leinwand schwarz und grau eingetönt gewesen und wurde viel später mir bunten und sogar grellen Farben übermalt. Das Dunkel scheint immer durch, aber mit jedem bunten Pinselstrich weniger.

Der Schatten geht nie weg, weil einmal Aufgetragenes nie wieder ganz weggeht!

Jede Leinwand hat ihre eigenen Geschichte und ihre eigene Dynamik.

Jede Leinwand ist einzig und einzigartig!

Und es gibt keine Leinwand, die einer anderen aufs Haar gleicht. Manche sind ähnlich, aber nie sind sie ganz und gar gleich. Auch die, die am Anfang ganz gleich aussahen, werden sich am Ende unterscheiden. Weil nicht immer die gleichen Farben in den gleichen Mustern und Linien auf ihnen sein werden!

Es sind auch nicht alle Leinwände in ihrer Grundausstattung gleich. Jede Leinwand hat ihre eigene Form, manche haben Ecken und Kanten, manchen fehlen Ecken, manche haben welche mehr, als die anderen Leinwände. Sie haben weder alle die gleiche Form, noch die gleiche Grundfarbe. Aber sie sind alle Leinwände, die nur darauf warten, dass sie gefüllt werden.

Es können auch die Texturen ganz unterschiedliche sein. Auf einige kann jede Farbe ganz einfach aufgetragen werden, auf anderen nur manche. Wieder andere brauchen mehr Mühe und mehr Aufwand. Einige saugen die Farbe auf, an anderen scheint sie immer wieder hinunterzulaufen und erst später sieht man, dass die Farbe doch einen Schimmer oder mehr zurück gelassen hat. Manche Leinwände nehmen die Farbe auch erst so richtig auf, wenn sie schon einige Farbschichten haben.

Jede Leinwand hat ihre eigenen Regeln und Voraussetzungen und wer sie bemalt, sollte sorgsam sein und genau hinsehen.

Sollte….

An allen Leinwänden haben am Schluss Alle mit-gemalt, die mit dem ehemals neuen Leben jemals Kontakt hatten, Alle, die ein Teil der Familie sind und waren, alle Ahnen und Urahnen. Alle Freundinnen und Freunde, alle Bekannten, alle Feindinnen und Feinde.

Alle haben ihre Farben auf die Leinwand aufgetragen und sich damit für immer auf ihr verewigt. Manche sogar ohne ihr direktes Zutun!

Viele nicht im Bewusstsein dessen, dass sie auf ewig Spuren hinterlassen werden. Einige wenige aber lassen sehr bewusst ihre Farben auf der Leinwand.

Die wissen, was sie tun und wenn sie Gutes malen, ist das dem Gesamtbild sicher zuträglich.

Manche aber wissen es nicht besser. Sie malen dunkel und finster, weil es auf ihren eigenen Leinwänden so viel davon gibt und sie es nicht anders kennen oder weil sie einfach Lust daran haben. Weil sie, auch wenn es nicht zu verstehen ist, das Bild zerstören wollen!

Auch das gibt es und nichts von all dem, was jemals auf die Leinwand kommt, wird jemals wieder von ihr verschwinden, selbst wenn die unteren Schichten nicht mehr zu sehen sind. Sie sind noch da! Und sie schimmern auch immer mit durch. Weil die Farbe, die über eine andere gemalt wird, sich verändert. Sie wird immer ein bisschen von der Farbe vorher in sich aufnehmen!

So ist das mit dem neuen Leben!

Niemand weiß, wie die Leinwand am Ende aussehen wird!

Aber ich wünsche allen Kindern dieser Welt, dass sie große und bunte Leinwände werden. Bunt, grell, wild, abenteuerlich. Dass neben jeder dunklen oder grauen Stelle eine bunte ihren Platz findet. Dass viele viele graue Stellen ganz schnell übermalt werden!

Ich wünsche den Kindern dieser Welt, dass ihre Leinwand lange genug bemalt wird, dass sie am Ende auch genutzt aussieht und dass es viele bunte Farben auf ihr gibt. Dass es mehr Hell als Dunkel geben darf.

Ich wünsche mir mehr Lebens-Künstler und Lebens-Künstlerinnen mit einer riesigen bunten Palette, die mit Wonne und mit Leidenschaft den Pinsel des Lebens schwingen. Die mal jeden Strich sorgsam setzen und mal die Farbe einfach mit Schwung und Esprit beherzt auf die Leinwand pfeffern und sich über beide Ergebnisse gleich freuen können.

Mal was ganz Anderes – Fridays for Future/Parents for Future

Ich habe heute der Bezirksregierung eine Mail geschrieben, weil diese offensichtlich Schulleitungen dazu auffordert, Kinder, die an den Freitagsdemonstrationen teilnehmen, zu melden.

Ich nenne das Anschwärzen und finde das sehr unschön! Ich jedenfalls finde das Engagement der Jugendlichen vorbildlich!

Deswegen hier der Text der Mail: „Mal was ganz Anderes – Fridays for Future/Parents for Future“ weiterlesen

Spende genutzt…

So, hier gibt es jetzt ein Update zu den Spenden und wozu ich sie genutzt habe:

200 € waren auf dem Spendenkonto, davon habe ich

  • 4 Stunden Deutsch unterrichtet,
  • zwei telefonische Beratungen durchgeführt,
  • eine Familie geholfen, ihren Behördenkram zu erledigen, das waren ca. 10 Stunden Mailkontakt!

Ich werde die Namen der Menschen nicht veröffentlichen, weil es nicht gewünscht ist. Es ist und bleibt leider peinlich und ich möchte natürlich auch niemanden hier bloßstellen oder marginalisieren!

Allen Unterstützenden sei Dank gesagt!

Und noch mal zur Erklärung:

Ich kann in der Zeit, in der ich Menschen unterstütze, die aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht viel oder – wie in zwei Fällen oben – gar nicht zahlen können, keine Akquise machen oder bezahlte Aufträge bearbeiten! Momentan ist das noch insofern ein Problem, dass meine Einkünfte aus Aufträgen noch nicht ausreichen, diesen Haushalt am Laufen zu halten.

Im Endeffekt würde das bedeuten, dass ich diesen Menschen, die z.B. in einem Fall oben in echter Not waren, gar nicht helfen könnte, weil ich ja Akquise betreiben muss oder weil ich Aufträge abarbeite oder weil ich gerade Flyer bastle!

So kann ich die Aufträge annehmen, ohne mich selbst dadurch in eine finanziell schwierige Situation zu bringen.

Wenn bei mir „der Laden läuft“, dann werde ich entweder das Spendenkonto deaktivieren oder für andere wichtige Projekte sammeln.

Ich versichere, dass ich das mir anvertraute Geld im Sinne der Aktion verwende!